Der Arbeitskreis für Heimatpflege im Kirchspiel Mülheim/Möhne

in unserem Ort betreut die zum Kirchspiel Mülheim gehörenden Ortschaften Mülheim / Sichtigvor / Waldhausen / Taubeneiche / Echelnpöten

News

Stammtisch

Der nächste Stammtisch findet am Montag, 7. Juni 2022 um 19:30 Uhr im Gasthof Schmidt in Sichtigvor statt.

Alle Interessieren sind herzlich eingeladen.

Veranstaltungen 2022

Unsere Mitgliederversammlung findet am 13. Mai 2022 um 19:30 Uhr im Gasthof Schmidt in Sichtigvor statt. Dr. Manuel Zeiler von der LWL-Archäologie für Westfalen wird uns an diesem Abend einen Bericht zu den historischen Funden auf dem Loermund geben. Auch interessierte Nichtmitglieder sind hierzu herzlich willkommen. Zur Tagesordnung hier klicken.

Eine Wanderung zur alten Wasserversorgung von Sichtigvor soll in diesem Jahr stattfinden. Im Moment sind die Waldwege wegen der Forstarbeiten leider schlecht zu begehen.

Eine Besichtigung des Stollenbunkers in Belecke, der im letzten Jahr für Besucher zugänglich gemacht wurde, wird geplant.

Am 10. Juli 2022 ist eine Radtour auf der Route „Steine & MehrRichtung Geseke geplant.

Am 20./21. August 2022 begehen wir das Dorfjubiläum 950 Jahre Mülheim.

Am 26./27. August 2022 ist eine Bustour nach Wiesbaden und in das Rheingau geplant. Die Fahrt ist mittlerweile ausgebucht.

Bustour 2021 nach Göttingen

Göttingen am 27. und 28. August 2021 Märchen und Mühlen: Unter diesem Motto erlebten36 Reisefreudige des Arbeitskreises für Heimatpflege im Kirchspiel Mülheim eine zweitägige Bustour nach Göttingen. Die Landschaft zwischen Fulda und Werra war insbesondere der Ort, an dem die Sprachwissenschaftler Jacob und Wilhelm Grimm mit ihren Mitarbeitern im 19. Jahrhundert die Volksmärchen zusammentrugen. Trotz regenverhangenem Himmel wagte man auf dem Hinweg einen Blick in den Bergpark Wilhelmshöhe, der auf die Landgrafen Hessen-Kassel zurückgeht. Die Gebrüder Grimm genossen über viele Jahre das Wohlwollen der Landgräfin. In Göttingen zeigten versierte Gästeführer die Besonderheiten der Kernstadt: das alte Rathaus, die Universitätsaula und eine Reihe von historischen Häusern mit ihren lauschigen Innenhöfen. Sie berichteten über die wissenschaftlichen Erfolge, die die Universität (heute mit über 30.000 Studenten) hervorgebracht hat.Wahrzeichen der Stadt ist das Gänseliesel vor dem Alten Rathaus. Die Jugendstilfigur ist Liebling aller frischgebackenen Doktoren. Sie drücken ihm nach bestandener Prüfung einen Kuss auf die bronzene Wange. Dieses Ritual, von Jagdhornbläsern begleitet, war ein besonderes Erlebnis, leider nur für eine der beiden gebildeten Gruppen. Die Wassermühle in Ebergötzen war ein Ziel am zweiten Tag. Der Dichter und Karikaturist Wilhelm Busch verbrachte hier einen Teil seiner Kindheits- und Jugendjahre.  Mit Erich Bachmann, dem Müllersohn, verband ihn eine enge Freundschaft. Die Idee zu Max (Erich) und Moritz (Wilhelm) hat hier ihren Ursprung. Den Erzählungen der Gästeführerinnen in der Mühle und im nahegelegenen Brotmuseum hörten alle Teilnehmer gespannt zu. Die volle Funktion einer vom Wasserrad angetriebenen Mühle mit zwei Mahlgängen zu erleben, war faszinierend. Den Abschluss des Reiseprogramms bildete der Besuch des Museums am Grenzdurchgangslager Friedland. Hier erhielt man Einblicke in die Geschichte und die Gegenwart des Lagers. Flüchtlinge, Vertriebene, Ausgewiesene, entlassene Kriegsgefangene, Spätaussiedler und Schutzsuchende aus vielen Teilen der Welt kommen hier an. Das Schicksal dieser Menschen rührte jeden an und machte nachdenklich. Zwischen den Informationsangeboten blieb den Teilnehmern viel Zeit zu Gesprächen untereinander und zum Ausruhen.

Radtour 2021 rund um Warstein

Die Heimatfreunde des Arbeitskreises für Heimatpflege im Kirchspiel Mülheim/Möhne begaben sich am Sonntag, 15. August 2021 auf eine Radtour durch das heimische Stadtgebiet. Nach dem Start am Kettenschmiedemuseum in Sichtigvor war das erste Ziel der Gruppe mit 21 Radfahrern der Kalkofen in Suttrop, wo Klaus-Peter Lange viel Interrasantes über die Geologie und das Kalkbrennen preisgab. Zur Mittagsrast wurde bei herrlichem Sommerwetter der Plückers Hoff in Warstein aufgesucht. Danach ging es weiter über das Bilsteintal nach Hirschberg. Unterwegs gab es Informationen zum Erzbergbau am Beispiel der ehemaligen Grube David und den Auswirkungen des Stadtbrandes von Hirschberg. Die weitere Fahrt verlief vorbei an der Odackarkapelle durch das Schoren- und Wästertal über Belecke zum Aussichtspunkt am Drewer Steinbruch. Hier gab es Informationen zum ehemaligen Betrieb des Steinbruchs und der heutigen Situation. Nach 47 Kilometern klang die Fahrradtour in gemütlicher Runde am Kettenschmiedemuseum in Sichtigvor aus.

Neuer Ortsheimatpfleger

Als neuer Ortsheimatpfleger wird sich Albert Grüne aus Sichtigvor für die Kirchspielortschaften Mülheim, Sichtigvor und Waldhausen engagieren. Er löst damit den auf eigenen Wunsch ausscheidenden bisherigen Ortsheimatpfleger Willi Hecker ab.
Willi Hecker wurde 2005 zum Ortsheimatpfleger ernannt. Sein Engagement und seine zahlreichen Verdienste für die Heimatpflege sind vielen bekannt. Am 03.07.2017 wurde Willi Hecker für seine Verdienste mit dem Ehrenring der Stadt Warstein gewürdigt. Wir alle sind ihm sehr dankbar und auch beeindruckt von seiner herausragenden Arbeit für die Heimatpflege.
Wir wünschen dem neuen Ortsheimatpfleger Albert Grüne gutes Gelingen bei seiner neuen Aufgabe.

Attraktionen

Die 136. Ausgabe "Unser Kirchspiel"

Bild des Monats

Die Bergstraße in den 1950iger Jahren - Im Vordergrund ist Anni Schmitz (geb. Grüne, 1913-2003) und vermutlich ihr Sohn Werner (geb. 1937) zu sehen. Im Hintergrund sichtbar sind die Häuser von Anton Kopp und die Schreinerei von Phillip Eickhoff. Das vordere Motorrad (250er DKW) gehörte wohl Ludwig Eickhoff und das untere (Rixe) -hinter Werner Schmitz - Josef Ahle.

Personen aus dem Kirchspiel

Franz Josef Herbst (Thesi) aus Sichtigvor erhielt am 23.09.2021 das Bundesverdienstkreuz

Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für Helmut Fröhlich

Foto: Thomas Weinstock/Kreis Soest

Aus der Hand von Landrätin Eva Irrgang hat unser engagierter Heimatfreund Helmut Fröhlich am Dienstag, 10. März 2020 im Kreishaus in Soest die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten. Eva Irrgang lobte die Verdienste des Geehrten: „Sie haben sich durch ihr langjähriges Engagement im kulturellen Bereich auszeichnungswürdige Verdienste erworben.“

Wir gratulieren Helmut Fröhlich herzlich zur Verleiung der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Pressebericht Warsteiner Anzeiger vom 12.03.2020

Friedhelm Hillebrand (Petern) aus Sichtigvor mit Prof. Dr. Andreas Pinkwart (Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie in NRW) am 24.10.2019

Ehrenamtspreis an Helmut Fröhlich

Foto: Mathias Keller/Kreis Soest

Helmut Fröhlich hat am 3. Dezember 2018 den Ehrenamtspreis 2018 „Wir in der Zukunft- Ehrenamt 4.0“ des Kreis Soest durch die Landrätin Eva Irrgang verliehen bekommen.

Unser verdienter Heimatfreund Helmut Fröhlich leitet und organisiert seit einigen Jahren die Umgestaltung der Wallburg auf dem Loermund, um diese historische Stätte auch für Sehbehinderte erlebbar zu machen. Mit Hilfe von QR-Code, Smartphone, Hörbildern, Brailkarte und Tast-Bronzemodell soll der breiten Bevölkerung und auch sehbehinderten Menschen ein bildlicher Eindruck der Umgebung vermittelt werden. Das Projekt wird durch das LEADER-Programm gefördert.

Wir gratulieren Helmut Fröhlich herzlich zum Ehrenamtspreis 2018 des Kreis Soest.

Pressebericht Warsteiner Anzeiger vom 04.12.2018

Ehrenring für Willi Hecker

Unser Ortsheimatpfleger Willi Hecker wurde in der Ratssitzung am 3. Juli 2017 von Bürgermeister Dr. Thomas Schöne mit dem Ehrenring der Stadt Warstein ausgezeichnet. Sein Engagement und seinen zahlreichen Verdienste für die Heimatpflege werden damit auch über unser Kirchspiel hinaus durch den Rat der Stadt Warstein mit dieser hohen Auszeichnung gewürdigt.

Wir gratulieren Willi Hecker herzlich zur Auszeichnung mit dem Ehrenring der Stadt Warstein.

Pressebericht Warsteiner Anzeiger vom 04.07.2017

Sonstiges

Windpark

Regionalplan Arnsberg – Entwurf Teilplan Energie – Verfahren eingestellt – 06.07.2017

Pressebericht der Westfalenpost vom 09.12.2016 über die Sitzung des Regionalrat Arnsberg

Der Vorstand unseres Heimatvereins hat auf einer Vorstandsitzung entschieden, sich dem Protest der Heimatvereine im Kreis Soest gegen die Nutzung von großen geschlossenen Waldgebieten für Windkraftanlagen und für den uneingeschränkten Schutz des Arnsberger Waldes anzuschließen. Ein entsprechendes Protestschreiben der Heimatvereine im Kreis Soest wird auf der Sitzung des Regionalrat Arnsberg am 8. Dezember 2016 übergeben. Der Regionalrat entscheidet im sachlichen Teilplan Energie über die Vorrangzonen für Windkraftanlagen in Südwestfalen. Weitere Informationen haben wir unter dem Menüpunkt „Links – Windpark“ zusammengestellt.

Bildarchiv aktuell

 

Blick auf den Bahnhof Sichtigvor - Um das Jahr 1910 entstand dieses Foto mit dem Bahnhof und Laumanns Haus an der steinernen Möhnebrücke für eine Bildpostkarte. Im sogenannten Puppendorf an der Möhnestraße stehen bereits die evangelische Markuskapelle und das zum Gutshof Mülheim gehörige Schweizerhaus. Das Bahnhofsgebäude entstand 1898 und die Markuskapelle 1896. Der Industrielle Georg Dassel aus Allagen war nicht nur einer der Initiatoren der Bahnlinie, unter anderen war er auch der besondere Förderer der Markuskapelle.
Gedenkstein für Albert Wrede am Waldrand des Erlenbruch

Erneuerung der Gedenkstätte Albert Wrede

Am 3. April 1921 kam der junge Sichtigvorer Albert Wrede im Alter von 21 Jahren auf tragische Weise ums Leben. Ein Jagdpächter hielt Albert Wrede für einen Wilddieb und schoss ihn an, welcher darauf hin im Bereich des Erlenbruchs in Sichtigvor verblutete. Die Bürger des Ortes waren darüber sehr aufgebracht und nur durch die Polizei konnte der Jagdpächter damals geschützt werden.
Die Familie des Verstorbenen stellte zur Erinnerung ein Gedenkkreuz mit der Inschrift „Wo unbegrenzte Menschenwut vernichtete mein junges Blut, da bleib o Wanderer eine Weile und bet für mich, wenn auch in Eile“ auf.
Dieses Holzkreuz wurde zuletzt in den 1980er Jahren erneuert und fiel Anfang des Jahres 2018 dem Sturm „Friedericke“ zum Opfer.
Die Gedenkstätte von Albert Wrede ist ein Zeugnis der Heimatgeschichte des Kirchspiels Mülheim Möhne und soll auch in Zukunft erhalten belieben.
Damit die Gedenkstätte nachhaltig erhalten bleibt, ist anstelle eines Holzkreuzes ein Gedenkstein durch den Steinmetzmeister Hubert Geisthoff angefertigt und aufgestellt worden. Die Schriftfarbe wird noch zur besseren Lesbarkeit angepasst.
Die Kosten für den neuen Gedenkstein konnte über das neue Heimatförderungsprogramm des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW finanziert werden, welches dem Heimatverein im November einen Heimat-Scheck übergab.

Albert-Friedrich Grüne hat die Geschichte von Albert Wrede aufgeschieben und im Woll-Magazin, Ausgabe Sommer 2018 veröffentlicht.