Der Arbeitskreis für Heimatpflege im Kirchspiel Mülheim/Möhne

in unserem Ort betreut die zum Kirchspiel Mülheim gehörenden Ortschaften Mülheim / Sichtigvor / Waldhausen / Taubeneiche / Echelnpöten

News

Stammtisch

Zum nächsten Stammtisch am 4. November 2019 ab 19:30 Uhr im Gasthof Schmidt sind alle interessierten Heimatfreunde herzlich eingeladen.

 

Bustour 2019 nach Goslar

Blanke Metalle und das reisende Kaisertum: Unter diesem Motto erlebten 40 Reisefreudige des Arbeitskreises für Heimatpflege im Kirchspiel Mülheim eine zweitägige Bustour nach Goslar. Schwerpunkt der Informationen war der Erzbergbau im Harz mit seinen politischen Auswirkungen. Deshalb gehörte ein Besuch der Kaiserpfalz und der Erzgrube Rammelsberg mit zum Pflichtprogramm. Die in der Zeit einer nationalen Euphorie des 19. Jahrhunderts wieder errichtete Kaiserpfalz bietet im großen Saal Wandbilder, die die deutsche Geschichte von Heinrich dem Vogler bis zur schicksalhaften Kaiserkrönung  Wilhelm I. 1871 in Versailles als großformatige Wandbilder darstellen. Bei strahlendem Sommerwetter konnte man am Nachmittag die Altstadt von Goslar erkunden und das urige Ambiente der Straßen-Cafes genießen.  Am Spätnachmittag stand der Besuch des Erzbergwerkes an.  Der Gang durch den Roederstollen des Rammelsberges vermittelte hautnah die harte Arbeit der Bergleute in  Dunkelheit, Enge und ständiger Nässe. Beeindruckt stand man vor den Konstruktionen der Ingenieure von vor über 200 Jahren: Wasserräder von gewaltiger Dimension unter Tagefür die Seilförderung.  In Begleitung eines versierten Fremdenführers unternahm man am Samstag eine ausgedehnte Harzrundfahrt, die mit einer Besichtigung der nach nordischem Vorbild gestalteten Stabkirche in Hahnenklee begann. Eine Vielzahl von Stauteichen und Stauseen finden sich im Oberharz. Sie alle dienten ehemals dem Bergbau, um die Wasserkraft in Bewegungsenergie umzusetzen.Auch für den Hochwasserschutz sind sie unverzichtbar. Heute hat der Tourismus den Bergbau abgelöst. Zwischen Clausthal–Zellerfeld und Drei Annen-Hohne sind die Ferienhaus-Siedlungen aufgeblüht. Die Harz Querbahn, auf 100 cm Gleis und dampfgetrieben, ist eine Attraktion.Der Fremdenführer wusste von berühmten Persönlichkeiten zu berichten, die den Harz als Erholungsort genossen haben. Zum Schluss der Rundfahrt zitierte er einen angeblichen Gipfelbucheintrag vom Brocken: Viele Steine, müde Beine, Aussicht keine, Heinrich Heine. Er verwies damit auf die Tatsache, dass sich der Brocken gern in Nebel hüllt

Baumgieß-Challange

Der Arbeitskreis für Heimatpflege im Kirchspiel Mülheim/Möhne wurde vom Kultur- und Heimatverein Badulikum Belecke für die Baumgieß-Challenge nominiert und hat seine Aufgabe am 20.08.2019 erfüllt. An der Bushaltestelle „St-Georg-Straße“ in Sichtigvor wurde der Cotoneaster gegossen, damit er die beschmierte Betonwand erfolgreich überwuchert. Als nächste werden die drei Schützenbruderschaften aus Mülheim, Sichtigvor und Waldhausen für die Challenge nominiert. Sie haben 48 Stunden Zeit ein Video oder Bild zu schicken, in dem sie einen Baum gießen. Sollten sie die Aufgabe nicht schaffen, freut sich der Heimatverein über jeweils eine Kiste Bier von den nominierten Schützenvereinen.

Radtour 2019 von Salzkotten nach Paderborn

Die 24. Radtour des Arbeitskreises für Heimatpflege im Kirchspiel Mülheim führte unter der Leitung von Helmut Fröhlich am Sonntag, dem  14. 07. 2019, nach Schloss Neuhaus.  Startpunkt war der Parkplatz vor dem Rathaus  in Salzkotten. Der morgendliche Nieselregen hatte aufgehört und so konnte man bei etwas kühlem aber trockenen Sommerwetter starten.  Auf Radwegen ging es nach Wewer und Paderborn und von dort aus weiter durch den Auenpark der Pader nach Schloss Neuhaus. Das ehemalige landesfürstliche Renaissance-Schloss zeigte sich mit seinen Gartenanlagen in einem prächtigen Zustand. Nachdem es über Jahrzehnte vom preußischen Militär genutzt wurde, diente es nach dem 2. Weltkrieg der britischen Rheinarmee. Heute wird es von der Neuhäuser Realschule genutzt. Nach der Mündung von Alme und Pader in die Lippe gelangte man bei der Weiterfahrt an eine wassertechnische Besonderheit. Durch ein Wehr wird der Boker-Kanal von der Lippe gespeist. Der Kanal diente ehemals der Bewässerung der Boker Heide. Die Mittagsrast fand an der Alt-Enginger-Mühle statt, inmitten der zahlreichen Baggerseen. Den Abschluss der Radtour bildete ein Besuch im kleinen Heimatmuseum der Stadt Salzkotten. Mit „Herzblut“ berichtete Willi Vorwerk vom Heimatverein Salzkotten aus der Geschichte der Stadt. Er fand aufmerksame Zuhörer.

Abendwanderung 2019

40 Heimatfreunde hatten sich am 14. Juni 2019 am alten Bahnhof in Sichtigvor zu einer heimatkundlichen Wanderung mit Ortsheimatpfleger Willi Hecker eingefunden. Es wurde die Bedeutung der Wanne und die ersten Sichtigvorer Kettenschmieden erläutert, dann ging es am ehemaligen Bunker aus dem 2. Weltkrieg und den sichtbaren Grauwackebänken hinter den Tennisplätzen vorbei bis zur Sichtigvorer „Schlagt“. Der letzte Teil führte ein Stück durch den sogenannten Fabrikswald zum Haus Dassel. Hier wurde die Gruppe vom Allagener Ortsheimatpfleger Rainer Kleeschulte begrüßt, der durch das Heimatmuseum Haus Dassel führte. Weitere Informationen können dem unten stehenden Pressebericht des Warsteiner Anzeiger entnommen werden.

LEADER-Projekt Erschließung des Loermunds in Sichtigvor

Der Bergsporn Loermund (Kreuzberg/ Kalvarienberg) in Sichtigvor soll touristisch erschlossen werden. Eine Ringwallanlage aus vorgeschichtlicher Zeit und eine ca. 150 Jahre alte Kreuzweganlage mit einer Kapelle sind attraktive touristische Ziele.

Die derzeitige Situation soll dadurch verbessert werden, dass Fußgänger und Radfahrer das touristische Ziel leichter erkennen können. Auch für sehbehinderte Menschen soll der besondere Ort „Kreuzberg/Kalvarienberg“ erlebbar gemacht werden.

Hierzu soll ein Bronzemodell des Loermund mit der Wallanlage an der Fahrradtrasse aufgestellt werden. Hinweisschilder mit erläuternden Informationen sollen von der Fahrradtrasse bis zur Kreuzbergkapelle aufgestellt werden. Die Hinweisschilder sind mit einem QR-Code versehen, mit dem man weitere Informationen und Bilder über ein Smartphone abrufen kann. Der Waldweg soll mit einer neuen Deckschicht zur Verbesserung der Begehbarkeit erneuert werden. Am Anfang des Waldweges soll ein Fahrradständer aufgestellt werden. Auf der Fläche vor der Kapelle wird ein Platz zum Verweilen mit Tisch und Bänken erstellt. Die Sitzgruppe soll an den westlichen Rand des Kapellenvorplatzes gerückt werden. Von hier aus wird dem Besucher eine freie Sicht ins westliche Möhnetal ermöglicht. Das vorhandene Marmorkreuz soll eine neue gepflasterte Einfassung erhalten. Die Wallburganlage soll über Naturpfade erlebbar gemacht werden.

Die Maßnahme wird im Rahmen eines LEADER-Projektes gefördert. Ein verbleibender Eigenanteil soll durch handwerkliche Eigenleistungen und Spenden aufgebracht werden. Bei den Spenden wird unter anderem das Crowdfunding Angebot der Volksbank Hellweg e.G. genutzt, bei dem für jede eingehende Spende ein weiterer Zuschuss von fünf Euro aufgestockt wird. Die Aktion ist am 04.05.2019 sehr erfolgreich mit einem Spendenvolumen von 8.836 € abgeschlossen worden.

Die ersten sichtbaren Maßnahmen konnten bereits am Vorplatz der Kreuzbergkapelle durch die Mitglieder der Kapellenkommision der Schützenbruderschaft St. Georg Sichtigvor erfolgreich ausgeführt werden. (siehe Pressebericht Warsteiner Anzeiger vom 16.05.2019)

Träger dieses Projektes ist der Vereinsring Mülheim-Sichtigvor-Waldhausen in Kooperation mit der Kapellenkommission der Schützenbruderschaft St. Georg Sichtigvor, der Kirchengemeinde St. Margaretha Mülheim und dem Arbeitskreis für Heimatpflege im Kirchspiel Mülheim/Möhne.

Pressebericht Warsteiner Anzeiger vom 04.02.2019

Gedenkstein für Albert Wrede am Waldrand des Erlenbruch

Erneuerung der Gedenkstätte Albert Wrede

Am 3. April 1921 kam der junge Sichtigvorer Albert Wrede im Alter von 21 Jahren auf tragische Weise ums Leben. Ein Jagdpächter hielt Albert Wrede für einen Wilddieb und schoss ihn an, welcher darauf hin im Bereich des Erlenbruchs in Sichtigvor verblutete. Die Bürger des Ortes waren darüber sehr aufgebracht und nur durch die Polizei konnte der Jagdpächter damals geschützt werden.
Die Familie des Verstorbenen stellte zur Erinnerung ein Gedenkkreuz mit der Inschrift „Wo unbegrenzte Menschenwut vernichtete mein junges Blut, da bleib o Wanderer eine Weile und bet für mich, wenn auch in Eile“ auf.
Dieses Holzkreuz wurde zuletzt in den 1980er Jahren erneuert und fiel Anfang des Jahres 2018 dem Sturm „Friedericke“ zum Opfer.
Die Gedenkstätte von Albert Wrede ist ein Zeugnis der Heimatgeschichte des Kirchspiels Mülheim Möhne und soll auch in Zukunft erhalten belieben.
Damit die Gedenkstätte nachhaltig erhalten bleibt, ist anstelle eines Holzkreuzes ein Gedenkstein durch den Steinmetzmeister Hubert Geisthoff angefertigt und aufgestellt worden. Die Schriftfarbe wird noch zur besseren Lesbarkeit angepasst.
Die Kosten für den neuen Gedenkstein konnte über das neue Heimatförderungsprogramm des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW finanziert werden, welches dem Heimatverein im November einen Heimat-Scheck übergab.

Albert-Friedrich Grüne hat die Geschichte von Albert Wrede aufgeschieben und im Woll-Magazin, Ausgabe Sommer 2018 veröffentlicht.

Sonstiges

Windpark

Regionalplan Arnsberg – Entwurf Teilplan Energie – Verfahren eingestellt – 06.07.2017

Information der Fraktionen des Regionalrates vom 02.05.2017

Pressebericht der Westfalenpost vom 09.12.2016 über die Sitzung des Regionalrat Arnsberg

Der Vorstand unseres Heimatvereins hat auf einer Vorstandsitzung entschieden, sich dem Protest der Heimatvereine im Kreis Soest gegen die Nutzung von großen geschlossenen Waldgebieten für Windkraftanlagen und für den uneingeschränkten Schutz des Arnsberger Waldes anzuschließen. Ein entsprechendes Protestschreiben der Heimatvereine im Kreis Soest wird auf der Sitzung des Regionalrat Arnsberg am 8. Dezember 2016 übergeben. Der Regionalrat entscheidet im sachlichen Teilplan Energie über die Vorrangzonen für Windkraftanlagen in Südwestfalen. Weitere Informationen haben wir unter dem Menüpunkt „Links – Windpark“ zusammengestellt.

Ehrenamtspreis an Helmut Fröhlich

Foto: Mathias Keller/Kreis Soest

Helmut Fröhlich hat am 3. Dezember 2018 den Ehrenamtspreis 2018 „Wir in der Zukunft- Ehrenamt 4.0“ des Kreis Soest durch die Landrätin Eva Irrgang verliehen bekommen.

Unser verdienter Heimatfreund Helmut Fröhlich leitet und organisiert seit einigen Jahren die Umgestaltung der Wallburg auf dem Loermund, um diese historische Stätte auch für Sehbehinderte erlebbar zu machen. Mit Hilfe von QR-Code, Smartphone, Hörbildern, Brailkarte und Tast-Bronzemodell soll der breiten Bevölkerung und auch sehbehinderten Menschen ein bildlicher Eindruck der Umgebung vermittelt werden. Das Projekt wird durch das LEADER-Programm gefördert.

Wir gratulieren Helmut Fröhlich herzlich zum Ehrenamtspreis 2018 des Kreis Soest.

Pressebericht Warsteiner Anzeiger vom 04.12.2018

Ehrenring für Willi Hecker

Unser Ortsheimatpfleger Willi Hecker wurde in der Ratssitzung am 3. Juli 2017 von Bürgermeister Dr. Thomas Schöne mit dem Ehrenring der Stadt Warstein ausgezeichnet. Sein Engagement und seinen zahlreichen Verdienste für die Heimatpflege werden damit auch über unser Kirchspiel hinaus durch den Rat der Stadt Warstein mit dieser hohen Auszeichnung gewürdigt.

Wir gratulieren Willi Hecker herzlich zur Auszeichnung mit dem Ehrenring der Stadt Warstein.

Pressebericht Warsteiner Anzeiger vom 04.07.2017

Bildarchiv aktuell

 

Archiv-Bild 6467 / Stickarbeit einer Haushaltsschülerin des Klosters von 1916